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- 13 11 2003 - 23:08 - katatonik

Von Baumärkten und Geschlechterlehrbüchern

Im Kleinfenster am Bildschirm läuft nebenher Fernsehen. Bericht über Baumärkte und Geschlechterverhältnisse dortselbst. Man fragt sich ja, ob diese Dinge wirklich so lehrbuchhaft ablaufen, oder ob die Lehrbuchkenntnis einem nicht ermöglicht, sie anders zu sehen.

Lehrbuch: – X ist Bereich von Männern, Männern zugeschrieben, für Männer vorbehalten – immer mehr Frauen machen X, sind in X – in X entwickelt sich ein eigener Frauenbereich, der von einem sich gleichzeitig entwickelten Männerbereich abgetrennt ist (Schleife beginnt nun wieder oben mit “Neumännerbereich = X”).

Ja, ich tue gerade, was professionellere Menschen “coden” nennen, daher eine gewisse Schleifenpräferenz.

Baumarktbericht: – Baumarktkundschaft war eigentlich immer männlich – Immer mehr Frauen verbringen immer mehr Zeit in Baumärkten. Gezeigt werden Frauen beim Parkettverlegenlernen, interviewt werden Frauen, die Parkett verlegen und sowas wollen. – Baumärkte ändern ihr Sortiment. Mehr Schönes, mehr Ansprechendes, von Gucci-Appeal ist die Rede. Baumarkt als Verschönerungsladen. – Es gibt nun für Männer und für Frauen gestaltete Bereiche. Bohrmaschinen hie, schöne Fliesen da. Es ist davon die Rede, dass die Männer dann doch gern ihren geschützten Bereich haben wollen.

Es ist sehr langweilig.

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