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- 21 01 2004 - 20:31 - katatonik

Absicherung und Risiko

Als die Verwaltung versucht hätte, sein Institut in dunkle Kellerräume – “provisorisch” – umzusiedeln, da hätten sie sich im Stiegenhaus einfach angekettet, sagt der heute emeritierte Professor an einer deutschen Universität. Klar hätten die nichts gemacht, solche Konflikte wollten die ja gar nicht. Die würden eben einfach versuchen, wo’s am einfachsten ginge, und wenn dann nicht, dann würden sie eh Rückzieher machen. Bei den Geisteswissenschaftlern ginge es übrigens immer einfacher, fügte er hinzu, als bei den Naturwissenschaftlern. Er, der Mathematiker.

Sie hätten das damals gemacht, sie, die Verbeamteten am Institut. Klar, denn einem Verbeamteten hätte man da nix am Zeug flicken können. Dass die externen Lektoren da nicht mitmachen wollte, könne man ja verstehen, seien ja auch in unsichereren Verhältnissen.

Müsste man in Österreich auch einmal hören und beherzigen: dass die Verbeamteten an Universitäten sich deshalb heftiger zur Wehr setzen können, weil sie abgesichert sind. Aber, denkt sich die Schleife weiter, werden sie nicht machen, weil sie grad wegen ihrer Absicherung keinen Handlungsdruck haben, keine Not.

Trotzdem. Solidarität und Einsatz der Abgesicherten, schöner Gedanke.

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