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- 3 12 2004 - 13:15 - katatonik

Pädagogisch surfen

Der österreichische Innenminister möchte nicht nur, dass alle Schüler und Schülerinnen einmal in ihrer Schulzeit das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen aufsuchen, sondern auch, dass sie mindestens einmal pro Jahr die Website des ehem. KZ aufrufen. Das sagt das Radio.

“Liebe Schüler,

Ihr wart dieses Jahr noch nicht auf der Mauthausen-Website. Kommt morgen in der großen Pause ins Lehrerzimmer.”

(An: Karli, Klausi, Bertl, Claudine, Oliver und Miriam.)

Karli wird dann unter den wachsamen Augen seines Geschichtslehrers brav den URL eintippen, auf ein paar Links klicken und tief durchatmen, wenn der Geschichtslehrer sich der Kaffeemaschine zuwendet. (Schnell ein Alt-Tab, checken, was da sonst noch für Programme laufen. Taskbar anschauen. Ernstes Gesicht auflassen.)

Fünf Minuten später drückt der Karli dem Klausi die Türklinke in die Hand und witzelt sich mit den anderen, die noch auf ihre Mauthausen-Webtermine warten, durch die große Pause. (Wenn sie dann verspätet zum Mathematikunterricht kommen, denn so lang ist die große Pause auch wieder nicht, werden sie entschuldigend sagen “Wir waren unten, Mauthausen-Surfen”, und damit Ermahnungen wg. Zuspätkommens zuvorkommen. Wahrscheinlich sind sie am Rückweg in die Klasse extra langsam gegangen, muß man ja ausnutzen, so eine Gelegenheit, aber es war ja für einen guten Zweck, da ist der Mathematiklehrer nicht so. Und: Ja, natürlich haben sie alle zusammen vor der Lehrerzimertür auf die Miriam, die was als letzte drin war, gewartet, man ist ja solidarisch, wenn man sich Matheminuten absparen kann.)


Spart den Sportunterricht!

gHack (Dec 3, 20:44) #


Haha! Das Tracey-Emin-Interview ist klasse!
(Bei Furl sollte es Furlcomments geben)

gHack (Dec 4, 13:54) #

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