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- 14 10 2006 - 11:28 - katatonik

Pop the brains

“Zu den Langzeitfolgen, die Studenten gewärtigen müssen, wenn sie über Jahre zwischen orange-blauen Wänden lernen, äußerte sich das Ministerium nicht.”

Aldi-Hörsaal an der FH Würzburg-Schweinfurt

[via sma]

[und, he! Gewärtigen!]


verkaufen wir doch den hörsaal an den b*lla… gelb-rot würde gar nicht mal so schlecht zum institut passen :-)

caru (Oct 19, 12:30) #


und die lebensdauer der sessel würde durch schonende plastikbezüge in bunten farben sicherlich massiv verlängert!

katatonik (Oct 19, 19:23) #


definitiv zu gewärtigen.

caru (Oct 20, 16:59) #


Ich glaube, dass das Wort tatsächlich seine Bedeutung changiert, ich lese es öfter im Sinne von “wahrnehmen” (wie “Aufgabe wahrnehmen”) oder “auf sich nehmen”. Vielleicht manchmal auch verwechselt mit “vergegenwärtigen” als dessen ‘geschmeidigere’ Form. Im Zitat hätte ich allerdings “verwerten” gewählt.

goncourt (Oct 21, 11:57) #


Grimm hat eine Anzahl von Belegen, die “gewärtigen” im Sinn von “erwarten” bezeugen, was im Zitat hier auch passen würde. Zitat Grimm: “gewärtigen ist, wenn auch einzelne verwendungen einen umfassenderen gebrauch erschlieszen lassen, doch im wesentlichen auf die parallele mit exspectare beschränkt, innerhalb der es namentlich den reflexivgebrauch sehr entwickelt zeigt.” kleist, zerbrochener krug, 4. szene: “wer konnte so freundlichen besuches sich gewärtigen?”

katatonik (Oct 21, 12:56) #


also: “Zu den Langzeitfolgen, deren Studenten sich gewärtigen müssen, wenn…” ;^)

klingt aber doch irgendwie so, als würden da welche zu den füßen der langzeitfolgen studieren und auf sich selbst warten.

caru (Oct 21, 14:44) #

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