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- 25 01 2007 - 09:35 - katatonik

Über Universitätsdiskussionen

Seit die SPÖ letztes Jahr die Abschaffung der Studiengebühren (363,36 Euro pro Semester für Studierende aus Österreich und EWR-Staaten, 726,72 für die von anderswo) zum Wahlkampfthema erhoben hat und sich dann in den Koalitionsverhandlungen nicht damit durchsetzen konnte, ist das Thema hierzulande Dauerbrenner.

Was nicht Thema ist, sind die Um- und Zustände an Universitäten. Was insbesondere nicht Thema ist, sind die Arbeitsbedingungen der Lehrenden und Forschenden an Universitäten – wie es z.B. Nachwuchswissenschaftlern (m/w) an Zukunftsperspektiven in Österreich fehlt, wie die Umstellungen in Zusammenhang mit der Einführung von Bakkalaureaten die Lehre fundamental verändern werden – nicht nur, aber meiner Meinung nach doch hauptsächlich zum Schlechteren -, wie sie Lehre von Forschung effektiv entkoppeln, wahrscheinlich die Lehrfreiheit noch mehr einschränken, als sie dies bereits ist, usw. usf.

Man könnte auch darüber nachdenken, ob es sinnvoll und produktiv ist, zur geistigen Arbeit Beschäftigte mit administrativen Arbeit zu überhäufen. Ob etwa das Denken Dienstpläne kennt. Warum es ein ungeschriebenes Gesetz ist, dass Wissenschaftler (m/w), je “höher” sie in Qualifikation und Rang steigen, umso weniger kreativ sein können, umso mehr mit Prozessen der wissenschaftlichen Tätigkeit zu tun haben (Gutachten für Projektanträge, Herausgabe von Zeitschriften oder Tagungsbänden, Organisation, Institutsadministration) als mit ihr selbst.

Warum geschieht das eigentlich nicht? Lassen sich solche Themen medial tatsächlich so schwer vermitteln? Interessiert das niemanden – etwa, weil geistige Arbeit vom Großteil der Bevölkerung nicht als Arbeit anerkannt? wird?

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