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- 21 02 2007 - 21:23 - katatonik

Karneval

Der bayrische Imperator Ministerpräsident E. Stoiber warnte in seiner Aschermittwochsansprache seine Partei davor, sich nur noch auf einen Lebensentwurf zu versteifen. Nein, Vielfalt sei nötig.

Konkret ging es ihm dabei um Frauen. Man solle nicht die berufstätige Frau als einzige Möglichkeit propagieren, das wäre für die Partei ein großer, großer Fehler (und hätte irgendwie auch was mit Mißachtung der Tradition zu tun, doch der Zusammenhang erschloss sich mir nicht ganz). Es gäbe eben auch andere Lebensformen für Frauen (z.B. die als Hausfrau & Mutter – daran denkt man ja heute gar nicht mehr!), und das sollte die CSU ja nicht vergessen.

Wie fatal eine solch ungebührliche Verengung des Frauenbildes auf Berufstätigkeit sein könnte, belegte Stoiber mit dem Beispiel seines Freundes W. Schüssel. Jener hätte besagten Fehler begangen und, was sei ihm geschehen? Voilà, nun ist er kein Kanzler mehr. Deswegen: weil seine Frauenpolitik zu einseitig war.

Klar, deswegen. Deswegen führt die neue österreichische Regierung jetzt auch gleich das diamantbesetzte Mutterkreuz ein (“diamonds are a girl’s …”), um die armen unterdrückten Hausfrauen & Mütter bei ihrer Identitätsfindung zu unterstützen. Sicher.

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