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- 27 06 2007 - 21:30 - katatonik

Die Spitze

Ausstellung über Frauen an der hiesigen Universität im Arkadenhof von deren Hauptgebäude, da diesbezügliche Jubiläen zu feiern. Da wurden Interviews mit Studentinnen, Wissenschaftlerinnen so zwischendrin und Professorinnen geführt, die auf Tafeln präsentiert werden.

Eine der Wissenschaftlerinnen – forscht seit Jahren im Drittmittelbereich, mittlerweile habilitiert – formuliert zwischendrin den Satz (sinngemäß): Nur, wenn man an der Spitze angekommen ist, ist die wissenschaftliche Karriere erfolgreich.

Das hat mich stutzig gemacht. Was meint sie? Will sie, die völlig qualifikationsunabhängigen Hindernisse, die am Weg zur Professorinnenkarriere liegen, ausblendend, einfach nur generell dazu motivieren, dass Frauen nach oben streben sollen?

Das kommt mir seltsam vor. Eine der größten Schwächen des gegenwärtigen hiesigen Universitätsystems (ideologisch wie real) ist die Obsession mit der Professur. Nicht jede/-r will Professor/-in werden, und es kann auch nicht jede/-r, schon allein aus realer Mängelverwaltung nicht. Man wird aber nicht zum schlechten Wissenschaftler/zur schlechten Wissenschaftlerin, nur, weil man keine Professur bekommt.

Man wird deshalb auch nicht erfolglos. Keineswegs. Universitäten brauchen guten, wie man so schon sagt, Mittelbau. Ich finde das wichtig.


woher kommt wiederum die Obsession, den Mittelbau “herauszusägen”?
Fand ich logischer, wie es in der DDR aufgebaut war, so als Pyramide mit Dozenten und so. Jetzt nur noch Prof oder halbe Assi-Stellen,wenns hoch kommt.

seewolf (Jul 2, 10:25) #

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