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- 8 08 2008 - 20:01 - katatonik

Stilschwimmen

Dereinst habe man sich in England für den Schwimmstil den Hund zum Vorbild genommen, der dann im viktorianischen Zeitalter vom Frosch abgelöst wurde. Sprawsons sehr unterhaltsame (wenn auch nicht ganz verlässliche) Mäanderei durch die Welt, ihre Geschichte und das Schwimmen darin erwähnt, in einer Ausgabe vom Boys’ Own Paper aus 1879 habe man Schwimmlernern empfohlen, einen halbvollen Wasserbehälter mit Frosch auf den Boden zu stellen, sich bäuchlings auf einen Stuhl zu legen und dann die Bewegungen des Frosches zu imitieren.

Zitiert wird ferner aus einem 1676 erschienenen Roman, in dem ein gewisser Sir Nicholas diese Lernmethode zur Anwendung bringt. Befragt, ob er jemals im Wasser geschwommen sei, antwortet selbiger:

“Nein, mein Herr, aber an Land schwimme ich ganz vorzüglich. Ich gebe mich mit dem spekulativen Teil des Schwimmens zufrieden und kümmere mich nicht um die Praxis. Ich führe selten etwas aus, das ist nicht mein Stil.”

[Die Avantgarde heute hingegen: fishlike swimming]

[Vgl.a.: historical-didactic overview of 150 historical and less known swimming strokes, visuell etwas holpernd, wiewohl.]

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