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- 12 08 2001 - 16:57 - katatonik

Baff. Einfach baff.

“Wie würden Kinder votieren, wenn sie sich politisch zur gegebenen Frage äußern könnten? Ich bin mir sicher, sie würden mit Vehemenz ihr grundsätzliches Recht auf Vater und Mutter einklagen, sodass ein möglichst natürliches Kindesverhältnis entsteht. Ein gleichgeschlechtliches Paar kann das nicht bieten.”
“Gegen Zeitgeist und vermeintlichen Wählerwillen geht es dagegen um die Frage, was langfristig mit guten Gründen als gesellschaftliche Norm gewünscht werden kann. Da hat die klassische Familie noch immer die Nase vorn. Das zu sagen hat der Staat verlernt. Nur zu predigen, was der Zeitgeist fordert, dazu braucht man auch keine Kirche.” (Heinz Zangerle, Kinderpsychologe und Psychotherapeut sowie Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Akademie in Innsbruck, im Standard vom 27.7.)



“Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass die heterosexuelle Frau schwanger wurde, weil sie mit einem Mann Sexualität hatte, das genießen kann und weil sie Männer grundsätzlich begehren kann – ohne deshalb die Augen vor ihren Fehlern verschließen zu müssen und sie zu idealisieren.
Die homosexuelle Frau hingegen wurde Mutter, weil sie einem Mann das Sperma “weggenommen” hat, weil sie es sich nicht “geben” lassen kann. Der Anlass zu dieser “Organtransplantation” kommt nicht von außen, sondern er ist Ausdruck eines schwerwiegenden psychischen Konflikts: Die homosexuelle Frau erträgt Sexualität mit Männern nicht. Sie empfindet Widerwillen davor, sie hat panische Angst vor orgastischer Verschmelzung, sie wird von Ekelgefühlen beim Gedanken an den Sexualakt beherrscht – oder sie ist Männern gegenüber gänzlich ohne Gefühl. Wahrscheinlich käme ein zeugender Akt für sie einer Vergewaltigung gleich …
Stellen wir uns die Beziehung eines Sohnes vor, der an der Seite einer homosexuellen Frau aufwächst, deren Weiblichkeit von Angst und Abwendung, wenn nicht sogar von noch heftigerer Ablehnung alles Männlichen beherrscht wird. So wird der Sohn zwangsläufig in ihr all das auslösen, was sie am Männlichen nicht erträgt oder verleugnet. ... Unter diesen Voraussetzungen wird die Kindheit des Jungen eine alltägliche Konfrontation mit der angstgetriebenem Ablehnung des Männlichen sein, die die “Mutter” in endlosen Variationen an ihn heranträgt. Was an ihm männlich ist, bedroht sie. Natürlich haben auch viele heterosexuelle Frauen Probleme mit ihren Söhnen und der Männlichkeit im allgemeinen. Aber der grundlegende Unterschied besteht darin, dass diese Frauen in der Lage sind, ihre problematischen Beziehungsaspekte zu bearbeiten und dass sie das auch wollen; nämlich dann, wenn sie selber auf Probleme zu ihrem Sohn stoßen oder darauf hingewiesen werden. Diese Frauen können sich ändern, weil sie mit den männlichen Konflikten ihres Sohnes und seiner Männlichkeit identifiziert sind und weil ihre Fähigkeit, Männer zu lieben und zu begehren, sie dazu befähigt. Sie können das, weil sie anders als homosexuelle Frau sich nicht fürchten, auf männlichen Welten und Phantasien in ihrem Sohn zu stoßen. Sie erträgt die Andersartigkeit, die das Männliche verkörpert und die ein Teil der fruchtbaren Spannung zwischen den Geschlechtern ist.
Die homosexuelle Frau hingegen versetzt das in Verwirrung. Sie ist nicht fähig, sich einfühlsam verstehend ihrem Sohn zuzuwenden. Hier geht es um psychische Beziehungsfähigkeit, nicht um Versorgung, Schulaufgaben oder ähnliches. Das machen zwar Mütter auch. Aber das ist nicht das Wesentliche der Mütterlichkeit. ... Die homosexuelle Frau kann ihre Beziehung zum Sohn nicht oder nur unwesentlich verändern, weil unbewusste Verachtung und Angst vor allem Männlichen die schicksalhafte Basis ihrer sexuellen Identität bilden. Das hindert sie am empathischen Verstehen ihres Sohnes. Er bleibt ihr ewig fremd. Und von mangelnder elterlicher Empathie wissen wir aus der Forschung sehr genau, dass sie bei der Entstehung von schweren psychischen Störungen und sozialer Verwahrlosung immer eine herausragende Rolle spielt.” (Gerhard Amendt, Direktor des Instituts für Geschlechter- und Generationsforschung der Universität Bremen, im Standard vom 11./12.8.)

(Hervorhebungen von mir.)
Es gibt Texte, zu denen wirklich nur schwer etwas zu sagen ist, weil sie unerwartet tief im Fundus dessen graben, was man längst überwunden hoffte: ein Verständnis von Homosexualität – vor allem weiblicher Homosexualität – als nackte und panische Angst vor dem anderen Geschlecht, als pathologische Abneigung gegen und nicht als eben anders ausgeprägte Hinneigung zu; Banal-Freudianismus, der das Kind als sexuelles Wesen begreift und die Eltern-Kind-Beziehung am Muster sexueller Begehrlichkeiten mißt und der, wenn man sich mit ihm unterhält, das Entstehen von Homosexualität entweder genetisch oder durch soziale Mängel erklären muß – Schwulsein kommt nur durch üble Kinderstube zustande; Festsetzung der heterosexuellen Kleinfamilie als, wenn schon nicht naturgegebene, dann doch immer noch soziale Norm, die als einzigen den Rahmen für ein diffus ins Spiel gebrachte “Kindeswohl” abgeben kann – die Festsetzung dessen, was am häufigsten vorkommt, als das, was am besten ist und deswegen so bleiben muß.


ichregmichnichtauf. ich erinnere mich an dieses rollenspiel, in dem ich eine lesbe zu spielen hatte. ich erntete pausenlos lacher, indem ich nach jedem zweiten satz ein hysterisches "patriarchat!" in die runde rief. hätte nicht gedacht, dass es mich mal ernsthaft nach solch rabiatem feminismus gelüsten würde. trivialpsychologe der ich bin, würde ich letzteren artikel einem heterosexuellen mann zurechnen, der mal von einer lesbe versetzt wurde.

ubique (Aug 12, 20:01) #


guten abend auch.
würde mich jetzt interessieren, welche rollen es in dem rollenspiel sonst noch gab. gigantische kaninchen? karotten, die ihre lust auf ein fettes steak mal so richtig ausleben wollen? schwule postbeamte?

katatonik (Aug 13, 11:39) #


tut eigentlich nichts zur sache, aber nachgestellt wurde eine talk-show zum thema "hilfe, mein schwuler ehemann hat prostatabeschwerden" oder so ähnlich. da gab's dann halt ein entsprechendes setup mit charakteren möglichst vielfältiger sexueller geneigtheit. abendunterhaltung anlässlich einer verschneiten retraite.

ubique (Aug 13, 23:31) #


Hier eine sehr gute Seite (leider nur für Leute die English können).

http://www.narth.com
und
http://www.narth.com/menus/myths.html

Hier werden Homos geheilt

paul@hotmail.de (Aug 15, 19:15) #

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