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- 25 10 2001 - 03:06 - katatonik

Eigentlich

Eigentlich wollte ich etwas über chinesische Filme schreiben, und die Stimme der Aufklärung hat sich auch schon für eine feurige Spende am Lagerfeuer angekündigt, aber das hält mich von Filmbetrachtungen ab und bringt die Stimme der Aufklärung zum Hustenzuckerllutschen:

STANDARD: In der Bekämpfung des Schlepperwesens scheint es einen Widerspruch zu geben: Wer in Kabul um Asyl in Österreich ansucht, erhält sicher keines, wer sich nach Österreich durchschlägt und sich dabei notgedrungen eines Schleppers bedient, hat gute Chancen, bleiben zu können.

Strasser (österreichischer Innenminister): Tatsächlich ist es so, dass wir hier nicht im europäischen Gleichklang sind. Bei Ländern wie Belgien, Italien, Finnland, England, Schweden und Deutschland ist eine Asylantragsstellung in den Auslandsvertretungen nicht möglich. Ich habe Änderungen der einschlägigen Bestimmungen vorgesehen. Erstantragsstellungen im Ausland sollen nicht mehr möglich sein.

STANDARD: Das heißt, man kann im Ausland keinen Erstantrag auf Asyl mehr stellen?

Strasser: So ist es.

STANDARD: Wo kann man dann noch Asyl beantragen?

Strasser: Bei der entsprechenden Behörde in Österreich.

STANDARD: Und wie soll der Flüchtling herkommen – außer mit einem Schlepper?

Strasser: Das ist eine internationale, kriminelle Organisationsform geworden, die wir bekämpfen müssen.

(Quelle)

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