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- 7 09 2002 - 15:29 - katatonik

dissidentenfieber

traumschluß: ein alter russe und sein kleinkindsohn. wir fahren zu dritt in einem riesenauto marke “dissident” mitten durch den wald, weil er mit schmuggelgut nicht von polizeisperren auf der straße aufgehalten werden will. das macht er oft, immer am selben weg mitten durch den wald, weswegen er sich da schon eine richtige waldstraße freigefahren hat, in seinem riesigen, lauten und klapprigen dissident.
wir müssen allerdings ständig zu tankstellen abbiegen, weil der dissident – auf dessen rückseite übrigens in kyrillischen buchstaben “dissident” eingraviert ist, sehr blockförmig – unvorstellbar viel treibstoff verbraucht. diese tankstellenstops sind schmuggeltechnisch wohl bescheuert, es erwischt uns aber niemand.
wir haben verdammt viel schokoladentorte geladen. der sohn greint.
ich frage mich, ob der dissident mit schokoladentorte fährt.
ich mache mir gedanken darüber, ob ich da mitgefangen und mitgehangen sein möchte, weil, also, gutes kommt da nix raus dabei.
da hat mich der alte russe aber schon wieder nach hause gebracht, und ich mache die tür zu, esse schokoladentorte und bin erleichtert.

davor: ich stehe am bahnhof von passau und möchte einen zug nach wien nehmen. aus unbekannten gründen zeige ich jemandem am bahnhof auf einer riesigen landkarte passau. da, wo die drei flüsse zusammenfließen. die landkarte ist reliefartig und sehr schön bunt. ich muß lange auf den zug warten. in der zwischenzeit treffe ich einen alten russen, der (siehe oben).

davor: ich fahre mit einem taxi durch passau zum bahnhof von passau. es ist sauteuer und ich beschwere mich, aber der taxifahrer meint, hier wäre das eben so. passau steht übrigens unter bräunlichem wasser. man sieht nur häuserdächer. es ist saukomisch. der taxifahrer und ich lachen. ich glaube, er ist betrunken. dann komme ich zum bahnhof, um den hühner lagern. dann (siehe oben).

davor: ein junger mann und eine junge frau übernachten in einem russischen landhotel. es ist bekannt, dass die beiden verfolgt werden von einem schergen, der ihnen den garaus machen möchte. das wc ist verstopft. sie versperren alle türen und fenster. der scherge kommt nicht hinein.

irgendwie kommen die beiden hinaus und reisen weiter, in ein höher und kälter gelegenes landhotel, das sich gegen die eisige kälte dadurch schützt, dass die fenster – die nach außen aussehen wie tirolerhüttenholzfensterchen – schluß- und isolationsmechanismen haben wie kühlschränke. alle achtung. alle staunen.

es gibt riesige betten mit riesigen daunenpölstern und -decken. das ganze schaukelt auch ein bißchen. man kann auf eine galerie hinaus treten und bemerkt dort, es handelt sich um ein schiff. der junge mann und die junge frau entspannen sich, aber immer noch hängt die drohung weiterer schergenattacken in der luft. die atmosphäre ist furchtdurchdrungen. dünnes eis, das brechen kann. ich bin dabei, aber nicht als figur. dann fehlt ein zwischenstück, und dann (siehe oben).

ich bin übrigens krank.


Schnellschnell wieder gesund werden und Hack besuchen!

Hauskater (Sep 7, 18:12) #


Aber nur, wenn Sie dann nicht die ganze Nacht im Gebüsch rumf*cken, Monsieur Cateur.

katatonik (Sep 7, 18:36) #


Ich bin ganz lieb. Umschleiche schmiegend Ihre Beine und verdrücke mich dann mit Technicolour Cat zu den Hippienachbarn.

Hauskater (Sep 7, 19:01) #


statt russen, wären schon deutsche z.b. aus norden besser. daher kommt russisch nicht rüber. russisch ist zu unbekannt für deutschländer, viel unklarheit, deswegen wieder klische, aber keine intrige: russisch - unbekannt: stimmt nicht, leider. oder wird hier nicht genug rausgearbeitet. trotzdem xoroscho.

pasha (Jul 16, 02:45) #

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