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- 15 03 2009 - 15:05 - katatonik

Vorgangstransparenz

So in den letzten Tagen darüber gestolpert, dass in amerikanischen Medien erwähnt wird, wenn Interviews per E-Mail geführt wurden oder Interviewte zu einem persönlich geführten Interview im nachhinein per E-Mail etwas ergänzt oder präzisiert haben. Das fiel mir auf.

Dann gedacht, dass ich so etwas im deutschen Sprachraum noch nicht gesehen habe: Das Eingehen auf den Vorgang des Interviews, darauf, auf welchem Kanal jemand etwas gesagt hat, geschrieben hat, das man nun zitiert. Auch: dass es korrekt und der Korrektheit halber notwendig sein könnte, das zu tun.

Dann erinnert an den Kumpel, der vor ein paar Jahren ganz enttäuscht war, als ich ihm erzählte, meiner Erfahrung als Nebenbei-Journalistin zufolge würden Interviews in Printmedien praktisch nie das wortgetreu abbilden, was die Interviewten so daherreden – da wird nachgebessert, gestrafft und gefeilt.

Wie viele Zeitungsleser glauben, Interviews bilden tatsächlich 1:1 ein Gespräch ab?


der bagger geht mit gutem beispiel voran.

caru (Mar 19, 12:12) #

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