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- 18 10 2001 - 11:39 - katatonik

Asylmathematik. Heute: Japan

“Die meisten Flüchtlinge werden noch in den Häfen oder Flughäfen des Inselstaates aufgegriffen und umgehend abgeschoben, bevor sie überhaupt Asyl beantragen könnten. Auch deshalb war die Statistik der anerkannten Asylbewerber viele Jahre lang sehr konstant. 1994: Ein einziger Flüchtling erhält in Japan Asyl. 1995: wieder einer. 1996: noch einer. 1997: wieder einer. Nach internationalen Protesten stieg die Zahl der Anerkennungen im Jahr 1999 auf 13.”

Obwohl sie bereits reguläre Asylanträge gestellt hatten, wurden neun Afghanan in Japan festgenommen und sitzen in Haft. (Quelle)


Mein Geographielehrer war ganz verliebt in die grosse Zukunft des "pazifischen Raumes". Das war 1985. Mit der Vorbildfunktion Japans in ökonomischer Hinsicht ist es hier ja nun schon länger vorbei (warum nur? wegen der Abneigung gegen Kündigungen?) Aber die blitzsaubere Asylstatistik lässt wohl hoffen, dass Japans Ansehen wieder wachsen wird!

Marco Vogts (Oct 19, 04:20) #


schwieriges thema. das japanbild hat sich sicher sehr geändert, allerdings hab ich den eindruck, dass man jetzt von einem übermäßig euphorischen zu einem übermäßig geringschätzigen bild übergeht, wobei wahrscheinlich beide schwer überzeichnet sind. hat wohl auch mit hierorts wechselnden "wirtschaftstugenden" zu tun. früher war japan wegen des bild der eifrig-effizienten arbeitsameisen im firmenfamiliären überbau populär, weil das modell auch hier für toll gehalten wurde, jetzt laufen wir alle dem bild der unglaublich kreativen, in losem arbeitsverband verknüpften genies nach, und die arbeitsameisen, die's offenbar dort immer noch gibt, mögen wir nicht mehr.

katatonik (Oct 19, 16:34) #

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