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- 5 03 2002 - 23:45 - katatonik

kleines kranklachen

Wenn in der Anmoderation einer Dokumentation über Bodh Gaya, wo der Buddha unter einem Baum seine Erleuchtung (Sanskrit “Bodhi”) erlangt haben soll, der Bodhi-Baum zu einem “Body-Baum” wird. Ist für die Allgemeinheit vielleicht weniger witzig, aber ich lag wirklich am Boden. Echt.

Interessant übrigens, dass als Hintergrundmusik zu Bildern, wo tibetische Pilger in Bodh Gaya einlangen, der Anfang von einem Track von einer Talvin Singh-CD läuft, der seinerseits okinawesische Gesänge sampelt. Besser jedenfalls als das akustische Klischee von Himalaya-plus-Panflöte. Kruder & Dorfmeister zur Ankunft tibetischer Flüchtlingskinder am Flughafen Kathmandu war allerdings auch nicht schlecht. Da sahen die erschöpften und verwirrten Kids plötzlich aus wie Superstars, und man hat sich nur mehr gefragt, wo denn die Autogrammjägermeute geblieben ist. – Ah ja, jetzt gibts tibetische Pilger mit Didgeridoo. Jetzt Didgeridoo a la Bollywood versampelt. Hilfe. Wo bleibt Wagner?


wagner wird als hintergrundmusik für neoromantische dracula-filme und prätentiöse artusepen gebraucht, ist daher unabkömmlich.
(wie viele menschen, sogar solche, die didgeridoo besser spielen als ich, glauben eigentlich nach wie vor, daß die dinger aus tibet oder zumindest asien stammen?)

unke (Mar 6, 14:32) #


musste gerade dreimal hinschauen, um "artusepen" als "artus-epen", und nicht als "artu-sepen" lesen zu können. der geist braucht koffein.

katatonik (Mar 6, 21:33) #


die hoffnung, deutschsprachige würden sich endlich angewöhnen, ihre endlosen komposita durch bindestriche zu gliedern, wurde nicht zuletzt von sir monier-williams im vorwort zu seinem sanskritwörterbuch ausgedrückt.

unke (Mar 7, 13:14) #

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