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- 3 07 2002 - 11:04 - katatonik

“Gelassenheit”: ein schöner Ausdruck verliert rapide seinen Glanz

“Er, so Stadler auf Nachfrage, würde von Nationalsozialismus oder der Besatzung durch die Alliierten “keines vorziehen” – und was schlimmer war, wolle er “heute nicht bewerten. Für viele waren die Nazis schlimer, für andere das Sowjetregime. Für mich ist das egal, ich sehe es nur gelassener.”“

Ewald Stadler, FPÖ, Volksanwalt, hier.
Nachtrag: Einen Tag später gibt es Protest vom Vize-Parteiobmann der ÖVP (Willi Molterer), mit der die FPÖ gemeinsam eine Koalitionsregierung bildet, sowie vom SPÖ-Volksanwalt Peter Kostelka. Außerdem “scharfe Kritik” von den Grünen (Rücktrittsforderung von der stellvertretenden Bundessprecherin Madeleine Petrovic) sowie von der SPÖ-Bundesgeschäftsführung (Andrea Kuntzl fordert Vizekanzlerin Riess-Passer auf, sich von Stadlers Äußerungen zu distanzieren).
Molterer: “Stadlers Aussagen stellen eine Verharmlosung des Nationalsozialismus dar und schaden dem Ansehen Österreichs. Verantwortung im Umgang mit der Geschichte ist von allen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens einzufordern.”


Hätte der Mann das Statement bloss gelassen.

gHack (Jul 3, 11:13) #


... gelassen, heit'.

katatonik (Jul 3, 11:18) #


Vielleicht wäre er ja mit einer Besatzung durch zwei Meter grosse Marillenknödel zufrieden.

gHack (Jul 3, 12:31) #


Marillenknödel sind sowieso österreichisch, das wäre ja keine Besatzung. Es scheint, als ginge ihm die Selbständigkeit Österreichs und aller seiner Knödel über alles, natürlich auch über die EU. Wie das wohl mit dem etwas, äh, merkwürdigen Verhältnis der FPÖ zum Deutschnationalen zusammenpaßt? Nun ja, vermutlich denkt der Knabe daran, einen Marillenknödelschutzwall um Österreich aufzubauen. Mit viel Zucker obendrauf, und Wänden aus eingefetteten Bröselschichten.

katatonik (Jul 3, 12:36) #


Ich schreibe sofort ein Histörchen für die Kronen-Zeitung: "Marillenknödel Metternichs Rezepte für Grossösterreich - ein freiheitliches Kochbuch."

gHack (Jul 3, 12:44) #


Lassen Sie sich nicht von Austro-Süße ablenken und schreiben Sie doch endlich Ihre Diss fertig, Monsieur. Sie wissen, das ist sehr in meinem Interesse.

katatonik (Jul 3, 12:48) #


Ich gehe jetzt die Tickets abholen. Haha!!!

gHack (Jul 3, 12:48) #


Superb. Ich hol schon mal den Staubsauger aus seiner Versenkung.

katatonik (Jul 3, 12:52) #


Wieso stellen diese Figuren eigentlich so bereitwillig ihre verkorksten Psychogramme aus? Für wen halten die sich? Für Piet Mondrian?

gHack (Jul 3, 17:27) #


Weil man sie danach fragt? Weil sie wissen, dass sie mit ihrer Verkorkstheit jene Aufmerksamkeit erwecken können, die der Empörungswille des politischen bzw. journalistischen Gegners braucht, genauso wie der Zustimmungssabber der Anhängerschaft nach ihr geifert?

katatonik (Jul 3, 17:33) #


Naja. Ich habe mein Ticket und werde überhaupt keine Fragen stellen. Vielleicht sind diese Hausl ja in Urlaub in Schlammloch an der Brunz, solange ich da bin.

gHack (Jul 3, 17:50) #


(Plärrt jubelnd) baby's got a ticket to catatoniaaaaaa!
Ich garantiere hiemit hoch und heilig hauslfreie Zonen ("Hausl"? Na, soll recht sein, das Idiom). *Solche* Verkorkstheiten gibt's bei mir jedenfalls nicht.

katatonik (Jul 3, 17:57) #


Ha! Das Ticket kommt unters Kopfkissen :) Gibt es das im Österreichischen nicht, "Hausl"?

gHack (Jul 3, 18:01) #


Ist mir nicht bekannt, "Hausl". "Hansl", ja, aber das ist vermutlich was anderes.

katatonik (Jul 3, 18:05) #

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