Austrofettnapf, schmerzhaft vorhersehbar
Schauspielerin über Schauspielerkollegen (begeistert und beim Reden lächelnd): ”... er hat so was typisch Österreichisches, mit diesem Witz, ja, auch so was Jüdisches, ja, mit diesem Lustigen ...”
Journalist: ” ... was Bösartiges …”
Schauspielerin (begeistert und beim Reden lächelnd): ”... ja, das auch, Bösartiges …”
die assoziationskette, mit dieser geschwindigkeit, so zackzack, das war schon erstaunlich.
katatonik (Mär 16, 16:49) #
problematisch an ihrer verknappung ist dass nicht klar ist auf was sich die "bösartigkeit" bezieht:
auf die charakteristik des jüdischen witzes
http://www.jiddisch.org/witz/humor.htm
oder des jüdischseins an sich.
sweetmaker (Mär 16, 18:24) #
haben Sie die szene eigentlich gesehen? mir war nämlich, als wäre sie tatsächlich so unklar gewesen, wohl, weil beide, journalist und schauspielerin, eigentlich auf ihren je eigenen gesprächs- und denkschienen dahinglitten und keiner der beiden bemerkte, wie die beiden schienen miteinander verunfallten.
katatonik (Mär 16, 21:16) #
Ja, klar, wenn ich mir schwer tue, werfe ich auch immer gleich ein herzliches "so what?" in die mir unbekannte Runde, das kommt immer gut, und lege, wenn mir dann immer noch nichts klarer wird, einen obergescheiten Kommentar nach. Das gewinnt Freunde.
Die Szene kam vor im Kulturreport oder wie das heisst, ORF 2, Montag nachts.
katatonik (Mär 17, 13:03) #
immerhin konnte ich die unklarheit beseitigenden informationen aus ihnen rauskitzeln. danke fürs obergescheit
sweetmaker (Mär 17, 13:35) #