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- 24 01 2002 - 19:39 - katatonik

Wieso eigentlich?

Wieso wird eigentlich bei Unstimmigkeiten in Koalitionsregierungen in Österreich so tief in jene Metaphernkiste der Zweierbeziehung gegriffen, aus der auch schon vorgestern langweilig gewesene Schwiergermutterwitze stammen?
Wieso geht es eigentlich in der österreichischen Darstellung derzeitiger Unstimmigkeiten in der Koalitionsregierung immer nur darum, ob man sich streitet oder ob man wieder gut ist, ob Versöhnlichkeit oder Unversöhnlichkeit demonstriert werden, ob und welche Stimmungen deutlich werden?
Wieso erschöpft sich politischer Journalismus eigentlich darin und dadurch, Prognosen in Sachen “werden sich schon wieder versöhnen” oder “müssen vor den Scheidungsrichter” abzugeben?
Wieso stellen österreichische Fernsehjournalisten eigentlich so gerne Fragen nach Art von “aber Ihr Koalitionspartner war doch so gemein, lassen Sie das wirklich auf sich sitzen?” bzw. “müssen Sie denn immer so gemein sein?”?

Scheinöffentlichkeit. Das war’s. Wie konnt ich’s nur vergessen.

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