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- 29 01 2002 - 19:20 - katatonik

Damit hier keine Unklarheiten aufkommen

Der Mann hat’s auf der Welt nicht leicht,
das Kämpfen ist sein Zweck,
und hat er endlich was erreicht,
nimmt’s seine Frau ihm weg.

Er lebt, wenn’s hoch kommt hundert Jahr
und bringt’s bei guten Start und nur,
wenn er sehr fleißig war, zu einem Rauschebart.

Ref:
Ich woll’t ich wär ein Huhn,
ich hätt nicht viel zu tun.
Ich legte vormittags ein Ei und nachmittags wär ich frei.
Mich lockte auf der Welt,
kein Ruhm mehr und kein Geld,
und fände ich das große Los,
dann fräße ich es bloß.

Ich brauchte niemehr in’s Büro,
ich wäre dämlich aber froh, drum hab ich mir gedacht:
Ich wollt ich wär ein Huhn, ich
hätt nicht viel zu tun,
ich legte täglich ein Ei und Sonntags auch mal zwei..Juchhei

Die Eier werden manchmal rar,
sie stehen auch gut im Preis, drum ist das Huhn ein großer Star,
den man zu schätzen weiß.

Und hab ich manchmal keine Lust,
ein kluger Mensch zu sein,
erwacht ein Wunsch in meiner Brust und ich gestehe ein.

Ref: Ich wollt ich wär….......

Es handelt sich hier um den Text zum bekannten Liedlein “ich wollt’ ich wär ein Huhn”, mit dem sich Nichtdeutschmuttersprachlern der Gebrauch des Konjunktivs vortrefflich beibringen ließe, obwohl sich auch einige Indikativformen darin finden.



sag mal, kannst du nicht die zahl der antworten unter den postings anzeigen? oder willst du nicht, dass die leute diskutieren?

kris (Jan 29, 20:18) #


sorry, die strophe von 'der mann..' bis '...rauschebart' war mir tatsächlich entfallen - hat ja auch nix mit hühnern zu tun. und die mit 'die eier...' bis '...ich gestehe ein' hatt ich noch gar nie gehört; diese bildungslücke ist vermutlich auf die comedian-harmonists(bzw. meister-sextett)-version zurückzuführen, in der die besagte strophe keinen platz fand. ferner gab es dort auch nicht den zusatz 'drum hab ich mir gedacht'; hingegen aber eine zweite version des refrains, als baßsolo gesungen. text wie folgt:

"ich wollt ich wär ein hahn,
dann würde nichts getan;
ich legte überhaupt kein ei
und wär die ganze woche frei!
ich ginge nie mehr ins büro,
denn was ich brauchte, kriegt' ich so;
dann lockt' mich auf der welt
kein ruhm mehr und kein geld,
ich würd' mit meinen hühnern gehn,
das wär so wunderschön!" (melodisches gackern, fünfstimmig.)

keine indikative, sorry.

hahn (Jan 30, 10:58) #


sorry nochmal. hab wieder mal zitiert ohne nachzuschlagen und daher prompt ein paar verse ausgelassen. also in obigem lies nach '...kein geld':

'ich setzt' mich in den mist hinein
und säng' für mich allein:
ich wollt, ich wär ein hahn,
dann würde nichts getan,
ich würd mit meinen...' etc.

auch keine indikative, sorry.

hahn (Jan 30, 11:13) #


gibt's da also auch verschiedene versionen, tssss. sollte man jetzt versucht sein, das vorkommen bzw. fehlen von indikativ mit der entwicklung der deutschen geschichte in zusammenhang zu bringen? ("das 20. jahrhundert in deutschland: vom indikativ zum konjunktiv").

katatonik (Jan 30, 11:58) #


jetzt mach ich hier gar nix mehr, mit greymatter mein ich. demnächst zieh ich um auf movable type, und da gibts das dann.
bis dahin "smouldert" das campfire, wenns einen kommentar gibt, und "flickern" tuts, wenns mehr als zwei sind.

katatonik (Jan 30, 12:02) #


eher umgekehrt... meiner beobachtung nach sind konjunktive im aussterben begriffen.

huhn (Jan 30, 14:19) #

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