Go to content Go to navigation Go to search

- 4 11 2002 - 00:55 - katatonik

Stolzes Bekenntnis

Auch ich habe “Halbe Treppe” nicht nur gesehen, sondern ebenfalls für ausgezeichnet befunden.

Allerdings fand ich, wie so oft, dass mein Mitpublikum meistenteils an den falschen Stellen lachte und nicht.

Eine Dame meinte beim Rausgehen enttäuscht, der Film hätte ja überall spielen können, da waren gar nicht so die typischen Ost-Plattenbauten zu sehen. Auch das fand ich an falscher Stelle, nun ja, geostelt.


Haha, die typischen Ostplattenbauten (die, glaub ich, von den typischen Westplattenbauten nicht so verschieden sind) waren sogar von innen zu sehen, und zwar nicht zu knapp. Bloß, dass man in diesen "Buchten" keine Panoramaschwenks veranstalten kann.
Sind eben keine dieser 150qm-Altbau-Wohnungen, in denen das Personal deutscher Komödien sonst zu residieren pflegt.

bov (Nov 4, 19:31) #


Wenn ich mich als Komödienpersonal anmelde, krieg ich dann auch eine 150qm-Altbau-Wohnung? Ja?

katatonik (Nov 4, 20:48) #


Ja, aber. Sie müssen umschulen auf Reklamefachdame oder Morgenradiomoderatorin (mit/ohne Horoskop). Diplombuddhistin jedenfalls giltet nich. Und: keine Möbel! Nur ein paar dekorative Edelstahlküchenutensilien. Und, klar, wenn der Film abgedreht ist, müssen Sie natürlich wieder raus.
Zum Thema vgl. a. "Herr Nilsson", "Deutscher Film". Hier eine viel zu kurze Hörprobe (.rm).

bov (Nov 4, 21:04) #


Hm. Dann vielleicht eher ein Komödienpersonaldasein, wo man viel Geld verdient. Katastrophen-erst-wirklich-zu-Katastrophenmacher oder so. Man darf doch das Geld, das man in seiner Komödienexistenz verdient, auch bei Auszug aus dem kargen Edelstahlgehäuse behalten, oder? Nicht?

katatonik (Nov 4, 21:20) #


Dürfen? Man muss!

bov (Nov 4, 22:14) #


Na gut, dann bewerbe ich mich hiemit für die nächstbeste Kömodienperson, die in ihrem Komödiendasein ein monatliches Mindesteinkommen von, sagen wir mal, 10.000 Euro hat. Der Komödienplot sollte auf einige Jahre angelegt sein - mit ein paar Rückblenden kriegt man das schon hin, ich spiel auch gern eine quengelige Großverdiener-Oma, kein Problem -, da man doch sicher den Verdienst erhält, das man in Komödienzeit akkumuliert, und nicht den in Drehzeit angehäuften. Es wird ja auch Zeit, dass Komödien realitätswirksam werden.

katatonik (Nov 4, 22:25) #


Wird weitergeleitet. (Wahrscheinlicher Filmpartner: Heiner Lauterbach.)

bov (Nov 5, 00:46) #

  Textile Help