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- 28 08 2003 - 22:12 - katatonik

The only Arnold, the unexpected victim

“Do you know Hemingway’s short story The Killers? I’d like to do a remake, play the guy the two mobsters are after – the Swede. I realize there’s only one Arnold in the world, and there’s never been an Arnold before, and the one thing that won’t work on the screen is my being an ass-kicker. If Robert De Niro kills in Taxi Driver, it’s perfect, because he’s a little guy and people are 100 percent behind him. For me that isn’t the right kind of role, because I’m big and therefore I have to play the opposite kind of guy. When you build a career, you should never imitate anybody. If there’s one thing I ought to do, it’s the unexpected. Whether it’s the Killers or something else, I probably should play the victim.”

oui interview with Arnold S., a nowadays somewhat known actor, long before his acting career took off (courtesy of betablogger).


Arnold Schwarzenegger is...The Terminated!

Ist natürlich kein Zufall, das solche Dinge gerade jetzt ausgegraben werden. Daniel Radosh, der die dieses eine Nacktphoto von Schwarzenegger in Umlauf gebracht hat, stellt sich die Frage "whether posting the photo and Spy article was a political gesture on my part. Not really. Honestly, the idea that voters will -- or even should -- care about Schwarzenegger's various sins seems silly to me."
Dabei muß ich sagen, daß in dem Interview doch mehr als nur ein bißchen machohaft rüberkommt (was sicher auch mit "Oui" zu tun hat, deren Erwartungen er wohl entsprechen wollte).
Letzthin gab es beim Wörterberg eine kleine Diskussion zu Schwarzenggers Kandidatur.

Franz Fuchs (Aug 30, 12:38) #


Im zweiten Satz bitte das "die" weg-, dafür im dritten nach "daß" "er" dazudenken.

Das Salon Magazine nimmt sich heute gleich auf vier Seiten der Sache an - naturgemäß, da es ja um etwas Schillerndes, Spektakuläres geht.

Franz Fuchs (Aug 30, 12:58) #


Es hat schon seinen Grund, dass ich aus besagtem Interview die mit Film in Zusammenhang stehende Passage zitiere und dem Eintrag die Kategorie "film" zugewiesen habe. Das ephemere virtuelle Schlammcatchen um die Veröffentlichung des Textes oder den Charakter von Herrn S. gehen mir am linken Bizeps vorbei.

katatonik (Aug 30, 12:58) #


Stimmt schon, man sollte diese Dinge ignorieren. (Aber es gibt ja noch die linke These, das alles politisch ist.) Egal, hypothetisch gesprochen: Würde ich in Kalifornien wohnen, würde ich Schwarzenegger aus anderen Gründen nicht wählen.

Franz Fuchs (Aug 30, 13:46) #


Die These gibt es, klar, aber die Durchmoralisierung öffentlicher politischer Diskussionen in den USA hat ja mit ihr nichts zu tun, denke ich - mit anderen Worten, da ist ja nicht das Private politisch, sondern das Politische moralisch, und da Moral die politische Person auch am Klo erwischt, ist über die Moral auch das Klo, will sagen der, der auf ihr sitzt, politisch. Äh, ja, Sie verstehen vermutlich besser, worauf ich hinauswill, als ich jetzt gerade.

In dem geringen Ausmaß, in dem ich die Diskussionen über amerikanische Websites verfolgt habe, wird ja nur moralisch-assoziativ herumgepriestert bzw. -genonnt. Jemand, der vor dreißig Jahren so machomäßig unterwegs war, ist als Vorbild für unsere Kinder und politischer Füher und Würdenträger nicht haltbar, usw. usf.

Es ist einfach so durch und durch vorhersehbarer Rollenprosaseim, der da wabert (kann Seim wabern? Egal): Empörung wird aufgeschaukelt, dann kommt Herr S. mit ein paar Interviews auf prime time, in denen er sich geläutert gibt, und damit ist das Betritual beendet.

katatonik (Aug 30, 15:41) #


Mit der Bemerkung, daß bei der Betrachtung von Privatangelegenheiten öffentlicher Personen eher der moralische als der politische Ansatz benutzt wird, haben sie ganz sicher Recht. Wenn Schwarzenegger Glück hat, läuft es tatsächlich so, wie von Ihnen vorhergesagt. (Ausgemacht ist das aber noch nicht.)
"Betritual", ja, das kann man fast wörtlich nehmen. In dem Salon Artikel lese ich nämlich:

Rev. Lou Sheldon ["ultra-right Traditional Values Coalition"] seemed more determined than ever this week to terminate Schwarzenegger's candidacy. In an interview with the Los Angeles Times, Sheldon said it is incumbent on Schwarzenegger to "repudiate and repent."

Um die Kurve zum Film doch noch zu kriegen: Bis auf Weiteres gehe ich davon aus, daß Bob Rafelsons "Stay Hungry", der beste ist, in dem Schwarzenegger bisher mitgespielt hat.

Franz Fuchs (Aug 30, 17:27) #

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