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- 17 08 2004 - 14:27 - katatonik

Für Sportsiege danken

Wenn japanische Sportler Medaillen erringen – was, zumindest wenn man sich japanisches Fernsehen ansieht, gar nicht so selten vorkommt (diverse Judo-Medaillen, Herrenturnen am Barren, überhaupt ein Höhepunkt, das) -, gibt es dann Interviews mit Fans vor Ort und mit Familie und Freunden der Athleten zu Hause. (Offenbar lungern bei sämtlichen Athletenverwandten bei jeder Athletenteilnahme mindestens zwei Fernsehteams herum. Man mag sich gar nicht vorstellen, was die dann machen, wenn keine Medaille rausschaut – “äh, tschüss, das war’s dann, nö, Interview brauchen wir nicht, war ja nix. Ach ja, danke für den Tee und die selbstgemachten Schleimsüssigkeiten.”)

Die Fans sagen immer, es war grossartig, super, und danke, danke danke. Alle bedanken sich bei den Athleten für das, was sie getan haben, immer wieder, auch unter Tränen. Familie und Freunde jubeln, gelegentlich deutet eine stolze Mutter Familienopfer an (sagt sie natürlich nicht so, sondern “wir haben ihn immer unterstützt, und das war richtig so”), oder der grosse Bruder heult, während aus dem Fernseher die japanische Nationalhymne klingt. Das Hymnensingen scheint auch wichtig zu sein, übrigens. Im NHK-Olympiastudio stehen übrigens schön dekorierte Akropolis-Säulen herum, schaumgummihaft. Liebling aller Berichte ist übrigens die 15jährige Ai Fukuhara, Tischtennis, die gerade eine über 30jährige Tischtennisveteranin aus den USA vom Tisch gefegt hat (4:0). Apropos übrigens: Es gibt auch ein Ai Fukuhara Spiel für PlayStation 2(“Ai Fukuhara’s PingPong”).

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