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- 22 01 2006 - 20:15 - katatonik

Salzfassl unterm Bett

“Robert M. gab bei seinen Einvernahmen an, dass er einige Wochen vor dem Diebstahl bei einer Führung mit einer italienischen Reisegruppe die “Saliera” erstmals gesehen hatte. Dank seiner Profession wusste der die Schwachstellen im KHM sehr schnell einzuschätzen. So bemerkte er das Baugerüst und sah, dass die Fenster des Museums nicht alarmgesichert waren. In der Tatnacht habe er das Gerüst erklettert und eine Fensterscheibe eingeschlagen. Dann sei er darauf gekommen, dass er ein Stanley-Messer nicht dabei habe und sei nochmals zurückgeklettert, um es zu holen … Major Josef Kerbl von der Wiener Kriminaldirektion 1 sagte, dass Robert M. in betrunkenem Zustand beschlossen habe: “Jetzt steige ich ein.” Er habe aber nicht gewusst, was er danach mit dem Kunstwerk, dessen Wert er erst aus Medienberichten erfahren habe, machen solle. ... Der 50-jährige Alarmanlagenerrichter, der zwei Kinder – eine 14-jährige Tochter und einen neunjährigen Sohn – hat und allein lebt, kletterte letztendlich am Baugerüst hinauf, hebelte mit einem Brecheisen das Fenster auf und sah die Jalousie dahinter. Er ging zu seinem Auto zurück und holte das Stanleymesser, mit dem er die Jalousie aufschnitt. Dabei ging die Fensterscheibe zu Bruch. Mit dem Brecheisen zerschlug er die Vitrine der “Saliera”, nahm die Skulptur und verpackte sie in einem Sack im Wagen. Schließlich deponierte er das Salzfass in einem Koffer unter seinem Bett in der Wohnung in der Westbahnstraße in Wien-Neubau, wo es eineinhalb Jahre blieb.”

Salzfass wieder da (Standard)


Der kaiserliche Haushalt verfügte bestimmt auch über ein goldenes Gefäss für Maggi, Aromat und Zahnstocher!

murmeli (Jan 23, 00:35) #


Kaisers hatten das Zeug im Blut (ja, auch die Zahnstocher). Die brauchten dafür keine Gefäße.

katatonik (Jan 23, 08:59) #

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