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- 31 07 2008 - 18:21 - katatonik

Tumber Nationalitätenvergleich, teilweise erfahrungsunterfüttert

Wir vergleichen wieder einmal den Amerikaner mit dem Wiener, so global gesehen.

Stellen Sie sich den Amerikaner als Bademeister vor. Er waltet über riesige Becken, in denen sich an einem schwülen Sommertag Menschen tummeln. Plötzlich prasselt Regen hernieder, es donnert leicht und blitzt mitunter. Was macht der Amerikaner? Ich wette, er hat bereits vor Auftreffen des ersten Regentropfens über Lautsprecher die Gäste gebeten, natürlich for their own health and safety, das Becken zu verlassen und dann mithilfe der örtlichen Feuerwehr das Becken mit gelben Bändchen abgesperrt, zwischendrin Schilder aufgestellt, auf denen die Bäderverwaltung all responsibility ablegt, sollte jemand der Absperrung trotzen, ins Wasser hüpfen und vom Blitz geröstet werden. Statt dem Außenschwimmen gibt’s dann im fitness center irgendwas mit Tracey. Seniorenpilates oder Kindershiatsu zum Beispiel, mit healtyh snacks.

Nun zum Wiener. Der Regen prasselt. Der Wiener Bademeister bringt alles, was im Schwimmbad an Möblage herumsteht, ins Trockene, zuallererst seinen eigenen Sessel (mit Polsterl). Das kann dauern. Die Schwimmer schwimmen weiter und lassen sich auch von Hagel nicht beeindrucken. Andere ziehen sich zum Badeheurigen zurück. Manch eine (ich zum Beispiel) denkt beim Schwimmen darüber nach, wie das noch war mit Wasser und Blitz und so, aber man ist ja im öffentlichen Bad, und könnte da etwas passieren, würden die einen doch nicht so ohne weiteres da schwimmen lassen, niemals nicht.

Nun ja, irgendwann stellen sich auch die hartgesottenen Schwimmer bei der Trafik im Bade unter und warten, bis der Regen vorbei ist. Das Becken ist fast leer. Da kommt dann die Durchsage: Man bittet die Badegäste, zu ihrer eigenen Sicherheit die Becken zu verlassen.

Ich mag den Wiener. In Sachen Blitzrösterei werde ich ihm freilich nicht mehr vertrauen.

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