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- 9 05 2005 - 13:18 - katatonik

The Blogmich protocol

Donnerstag nacht. Das Flugzeug kam verfrüht in Tegel an (Großtat Hunolds des Großtätigen). In den nächstbesten abfahrbereiten Bus gesprungen. Äußerst ruppiger Fahrer, brüllt Kommandos passagierwärts. Zwei fröhliche Kärntner Paare mittleren Alters, sonnengegerbt (fahren sommers gern mit Autos durch Südfrankreich), zeigen sich lauthals entsetzt und erwägen, beim Aussteigen unerwiderbar hämische Beschwerdebemerkungen gen Fahrer zu mauscheln. Sie steigen dann doch hinten aus und sagen nichts.

In der S-Bahn SMS an Malo geschickt, ob er noch aus ist. Malo schickt eines seiner 150 monatlichen Gratis-SMS mit detaillierten Ortsangaben der Schänke zurück, in der er sich mit anderen Weblogsuperstars aufhält. Ich nehme von M., dem Weblogs nicht kennenden Bruder des ebenfalls Weblogs nicht kennenden, verreisten Wohnungszurverfügungstellers M., noch rasch die Wohnungsschlüssel entgegen, lade mein Gepäck ab und fahre schänkenwärts. Überkorrektheit: für die zwei U-Bahn-Stationen dann doch noch eine Fahrkarte lösen, allerdings aus Geiz die Kurzstreckenkarte, von der ich nicht weiß, auf welche Kürze ihre Gültigkeit beschränkt ist.

In der Schänke Weblogsuperstar-Boygroup-Runde mit Malo als Oberboy, Parka Lewis als Vizeoberboy, Heimchen als Boyanwalt, sowie anderen Expertenboys. thefrank etwas weniger rasiert als letztes Jahr. Unbeholfenes Vorgestelle, hat ja auch wirklich etwas Merkwürdiges, diese Vorstellerei mit Weblog-Pseudonymen, weil man sonst nicht zuordenbar ist und das aber irgendwie sein soll. Herr Peithenen sitzt mit am Tisch, Herr Lmd78, Herr Mama, Herr AK, später kommen noch Bov und Ronsens vorbei, und die insgeheim auch ein Weblog betreibende Frau M. Es plätschert wort- wie bierwärts. Nach dem ersten Wodka dann doch müde geworden. Zu Fuß zurück in die Wohnung, durch die ausgehgeil ermüdete Schönhauser Allee. Verwackelt fotografiert. Noch ein Schluck Whiskey daheim, Schwachsinnsidee, weil deshalb Kopfweh beim Aufwachen.

Freitag mittags. Malo informiert in einem seiner 150 monatlichen Gratis-SMS über das Restaurant, wo er, Kris, mB und ich domino-Preisgeld verfressen müssen. Eine etwas kleinere Boygroup diesmal also. Wir verfressen auftragsgemäß Preisgeld und bequasseln inmitten leicht anluxurierten Italienertums (gleich beim Checkpoint Charlie) die übliche Mischung aus Weblogtum und allem Möglichen. Spaziere mit Kris die häßliche Friedrichstraße nach Norden und plaudere Weblogzeugs. Er muß Kleidung nachbeschaffen (Scheißkälte), ich gehe zu McSchweiß.

Abends Essen bei Herrn Bov und Frau M. Muntere Löffelei unterm Dach. Anwesend an Gästen sind MH, Tristan, Vizeoberboy und Boyanwalt, sowie die Webloglosen Frau V., Herr T. und Frau K. Multiples Gesprächspingpong. Hundehalterhass, Stammbaumforschung, Adelsverdeppung, Schriftstellerleben, Biometrie, Ozzy Osbourne (Archetyp des Vomhundgesichtableckenlassers). Es ist herrlich. Bin auch noch aufgekratzt plauderig, als die anderen bereits dem Schlafe entgegensehnen. Mit dem Auto nach Hause gefahren worden. Biowein, kein Kopfweh.

Samstag nachmittags Restalkohol im 50m-Becken der Europasportpark-Schwimmhalle verschwommen. Riesen-Sportareal, Velodrom, stolze Präsentation mit Architekturmodell in der Schwimmbadvorhalle. Sportler überall, Vereinsjäckchen, es gibt T-Shirts irgendwelcher Meisterschaften zu kaufen. Dieser deutsche Schwimmbadeintrittmagnetkartenwahn, kommt denen sicher teurer als die einfachen gedruckten Eintrittskarten des Wiener Stadthallenbades, die man bei mit weißen Kitteln und sonst wenig bekleideten, vorwiegend dicklichen Damen in warmem Schwimmbaddunst gegen Kästchenschlüssel eintauscht. In Deutschland dagegen dieses Magnetkarteneinschieben, Drehkreuztreten, Gepiepse, sicher auf irgendwas hin optimiert, wovon niemand mehr weiß, was es war (erlebt in München, Hamburg, jetzt auch Berlin, demnächst vielleicht auch Göttingen).

Seltsame Schwimmbadsitten hier, man muß noch vor Betreten der Sammelumkleiden – “Sammelumkleide”, auch so ein Wort – die Schuhe ausziehen und barfuß, aber bekleidet die letzten zehn Meter laufen. Ich übersehe die Schuheinsperrkästchen im Eingangsbereich und tapse als einzige mit Schuhen im Händchen durch die Sammelumkleide, was aber niemanden aufregt. Im Becken nerven jugendliche Rumhänger mitten in der Schwimmbahn. Beim ersten Mal durchgeschlängelt, beim zweiten Mal angepfaucht (“voll im Weg!”). Ab da das seltsame Gefühl, dass sie mich verarschen wollen, sich aber nicht so recht trauen. Springen vom Beckenrand just dann in die Bahn, wenn ich mich nähere. Zwei Knaben (boyunwürdig), ein Mädel, werde das seltsame Gefühl nicht los, dass sie sich an die zwei dranhängen will und die beiden sich einen Spaß mit ihr machen. Unangenehme Flashbacks an Teenagerzeiten. Rehäugig schlacksiger, sympathischer Knabe schwimmt immer so zehn Meter hinter mir. Ältere sportliche Dame mit Kurzhaarschnitt immer so zehn Meter vor mir. Unaufdringliche kontemplative Rummschwimmerei, wie man es eben braucht. Wasserbrausen in den Ohren, ist eigentlich sehr laut, so ein Schwimmgang. Warum warnt niemand die Jugend vor Gehörschäden wg. vorschriftsmäßigen Brustschwimmens? Projekt: vergleichende Dezibelmessung von Schwimmbadwassergegurgel am Ohr mit Technogewummere. Wg. alkoholbeeinträchtigten Kreislaufs dann doch nur einen Kilometer geschafft. Nehme mir vor, dennoch damit im Weblog zu prahlen.

Am späteren Nachmittag noch schnell im überteuerten italienischen Antipastiladen überteuerte italienische Antipasti eingeladen. Gute Wildschweinwürste, schon beim Kauf gedacht, haha, die werfen wir jetzt vor die Säue. Dann doch kein Schild “vor die Säue geworfene Wildschweinwürstl” fürs Buffet gemalt, schien plötzlich nicht mehr witzig zu sein. Bei der Anreise zur Blogmich-Halle erst falsch gegangen, daher ungehalten. Gegend: Glaspaläste irgendwelcher Bürofuzzis, dazwischen geziegelte Werkhallenreste. Scheißkälte.

Technomusik in der Halle. Verwirrt, niemand zu sehen. Luchse Malo ein paar seiner 150 monatlichen Gratis-SMS ab, in denen er mich darauf hinweist, dass Blogmich im ersten Stock stattfindet. Ah ja, deshalb weisen die Pfeile auf den sorgsam angebrachten Blogmich-Schildern nach schräg oben. Nehme mir vor, auch diesen Akt meiner Orientierungslosigkeit im Weblog zu erwähnen.

Oben gibt es dann Suppe und Altbekannte, auch Unbekannte. Hohe, schön zugespitzte Halle. Weiße Plastikstühle. Gebastelte, fahrende Papierfiguren, die manövriert werden. Bekanntmachungen gehen seltsam und irgendwie schleppend vor sich (s.o.).

Namensschildklassengesellschaft: die mit den gephotoshoppten Namensschildern (vor allem MH, der damit schon am Vortag auf penetrante Weise prahlte, sowas aber auch), dann die mit den handgeschriebenen Schildern und schließlich die mit holprig beschriftetem Kreppklebeband an Stelle von Namensschildern. Stilbonus eindeutig bei letzteren.

Trotz gegenteiliger vorabendlicher und vorvorabendlicher Prognosen doch ein höherer Frauenanteil als 10 oder 20 Prozent. Angenehm überrascht.

typ.o, Mama, stattkatze und andere, deren Namen ich vergaß, organisieren herum wie die Blöden, bleiben dabei aber unauffällig. Bewunderung. Denen muß man ganz viel danken, für die Beamer-Schleppereien, die Aufbauten der mks-Bilderwände, der Weblog-Ausdruckwände, der Alo-Projektion, für die Kurzfilme, und für überhaupt.

Gutes Essen, mit Brierädern und Suppe und Chili und Salaten. Ausreichende Versorgung mit Plastikwerkzeug zum Essenshandling. Trotz früher Ankunft nie zu den Kuchen durchgedrungen, ärgerlich. Guter Nudelsalat mit Farfalle, den einzigen nudelsalattauglichen Nudeln (man komme mir nicht mit Penne oder Rigatoni).

Die alkoholischen Getränke werden von der Bar in der Halle im Erdgeschoß geholt, wo seit Donnerstag Techno läuft und seine Spuren in Geist und Humorigkeit der Bardamen hinterließ. (“Auf was die wohl drauf sind”) Sekt auf Eis getrunken, von dem Herr snivlem aus Hamburg erzählte (damals geärgert, was man alles in Hamburg verpasst, obwohl doch ein Jahr dort gewesen). Weidlich nachgeholt. Immer häufiger das Wort “weidlich” benützend. Fast zehn Stunden fast nur Sekt auf Eis fast am laufenden Band. Geplaudere rechts und links und rundherum. Unkleinliche, übergroßzügige wechselseitige Getränkeinladungen, wie es sein soll, ohne Aufrechnerei und ostentativ demonstriertes Gegeneinladen.

Allmählich beginnen die Lesungen. Ronsens liest 10 Minuten aus 17 Weblogs. Feine Montage, ausgezeichneter Vortrag, wenn auch etwas textlastig. Ein Naturtalent, dieser Ronsens. Mama und der fernsehratgeber lesen etwas unvermittelt Eigenes, hätten aber doch auch sagen können, wer sie sind und was sie lesen, vielleicht nervös, macht aber letztlich nichts, wie überhaupt nichts was macht. (Übrigens dann nicht mit Herrn fernsehratgeber geplaudert, was bedauerlich ist.) Leseatmosphäre eigentümlich: In den vorderen Gartenstuhlreihen versteht man gut, dahinter aber gar nichts mehr. Da in der hohen Halle hinten das Buffet steht, ist der Nebengeräuschpegel frivol hoch und wird im Zuge fortgesetzter Alkoholisierung etwas ärgerlich höher. Mehrfach versucht gewesen, nach vorne zu stürzen und die anwesenden mit undiplomatischer Stimme aufzufordern, sich die Bloglesungen gefälligst anzuhören, wozu sei man denn sonst da, fressen und saufen und webloglesungslos rumlachen könne man doch auch anderswo. Dann doch nicht getraut.

MH und Tristan lesen dann noch Eigenes, wirken auch konsterniert ob des Hintergrundrauschens, das mehr als nur rauscht. Frau Wohnzimmer liest Wolf Haas (wg. Lärms auch kürzer als geplant), AnnekeW (das war sie glaub ich) liest Kerleone, und die Boygroup-Unterabteilung, bestehend aus Vizeoberboy parka lewis, smaetje und lmd78, liest aus den Malorama-Archiven. Man will dauernd klatschen, nur, damit die Lesenden, die wegen greller Scheinwerfer nichts sehen, die wohlwollende Anwesenheit von Publikum bemerken. Einige der im Wiki Angekündigten lesen dann doch nicht, vermutlich wegen Hintergrundrauschen, kann man verstehen. Trotzdem enttäuscht und auch ein bisserl verärgert. Die hätten ja auch sagen können, mir reicht, wenn die paar, die’s wirklich interessiert, mich verstehen können, akustisch und auch sonst. Das denkt man sich beim Weblogschreiben, wo sich das Hintergrundrauschen auch gern als Vordergrund ausgibt, auch oft genug. Insofern perfekte dreidimensionale Simulation des Weblogumfeldes, da im Saal.

Frau Wohnzimmer und ich besprechen den Mangel an vortragenden Frauen. Ja, versteht man nicht. Rückwirkend gedacht hätte ich doch auch gern was gelesen (hätte bessere Gelegenheit zu unwirschem Anschnauzen der Unaufmerksamen und lautstark im Hintergrund Plaudernden geboten), war vorherschauend aber einfach zu viel Aufwand.


Frau M. fragt: “Glaubst Du, irgendjemand von diesen Leuten braucht wirklich Weblogs?” Über Weblogbetreiben als Identifikationsmerkmal und Grundlage für Gruppentreffs gesprochen. Könnten sich ja eigentlich auch die Telefonierer treffen, warum tun die das nicht.

Frau M. und Herr R., die Oberbescheidenen. Herr R., der Antville-Miterzeuger, der sich Anfragenden stets vorstellt mit “nein, ich habe kein Weblog”. Es stimmt und ist doch herzerwärmend.

Herr micro_robert wird mehrmals und intensiv vermisst, von mir natürlich ganz besonders.

Mehrmals auf Geschlechterverwirrungen von camp catatonia angesprochen worden. Der eine meint, er hätte lange nicht gemerkt, dass katatonik eine Frau wäre. Einer betrachtete die Socke als untrügerisches Zeichen für Männlichkeit, ein anderer als ebenso untrügerisches für Weiblichkeit. Das Punktmuster, oh stets eindeutiges Zeichen der Uneindeutigkeit!

Mit Frau M. kurz erörtert, ob es nicht jemand unter den Anwesenden gäbe, dem man eine in die Gosch’n hau’n könnte, sollte, möchte, aber niemand gefunden.

Musik aufgelegt, hat Spaß gemacht, wenn auch 15 Minuten etwas zu kurz waren. Herr bytebaby hat ein famoses zwei-CD-Auflegegerät, für das es bestimmt eine überkühle technische Bezeichnung gibt. Kaum bin ich weg davon, tanzen die Leute, was durch die Präsenz von Herrn kris hinreichend erklärbar ist. Isjaklar. Mehr Geplaudere. Fühle mich überfordert, noch mehr Leute kennenzulernen. Famose Boygroup reicht, ist ohnehin mehr an übersprühendem Esprit, als ich verkraften kann. Gelegentlich kommen Menschen an, schauen auf mein Namenskrepp, sagen dann “mhm”, “soso”, “ah” oder “aaaaahhh!”. Ich schaue auf ihr Namensschild, und manchmal weiß ich nicht, was sagen, weil ich webloghorizonterweiterungsfaules Arschloch einfach deren Weblogs nicht lese, es tut mir leid.

Hätte rückwirkend betrachtet doch eher Qualtinger und Trost auflegen sollen, nicht so diesem Tanzmusikauflegeimpetus nachgeben.

MH, Bov und andere separieren sich. Ernsthaft gedacht, mitzuseparieren, dann doch geblieben, diese Wegsepariererei an dunkle Stammtische, nein, dafür bin ich dann doch nicht gekommen, das hatten wir schon tags zuvor und tags zuvor. Lieber mit Boyanwalt Heimchen herumhüpfen (der übrigens juristisch einwandfreie Surfmusik zum Besten bot).

Rumstehen, plaudern, Getränke holen, plaudern, rumstehen. Mobilklos mit Klopapier, muß man würdigen, muß man. Don-Dahlmann-Pulk nervt mit unausgesetztem Kamerarumgeblitze. Verstehe nicht, warum sich jemand auch nur im Scherz Kinder von D.D. wünscht, die werden doch schon während der Schwangerschaft blitzgeschädigt.

Niemand, mit dem das Thema besprochen wird, hätte damit gerechnet, dass Herr Kerleone aussieht, wie er aussieht.

Später wird die Halle von kunstproduzierenden Dreadlockträgern mitbenützt. Durchmischung von Blogmich und den Techno-Design-Rumhüpfern ausm Erdgeschoß. Es bildet sich ein großer Gartenstuhlkreis, in deren Mitte sich die mitgebrachte Whiskeyflasche totemgleich platziert. Wir haben nur ein Glas für den Whiskey, das lippenbläschenfördernd herumgereicht wird. Whiskeygespräche. Zerfaserung. Ich mag das. Alles. Unglaublich.

thefrank trug weiße sportschuhe, wenn ich mich nicht irre.

Durch Kälte und Regen fluchend mit dem Rest der Boygroup, Frau Wohnzimmer und Frau andersneu in eine Kreuzberger Kneipe spaziert, die wo die Lieblingskneipe von Herrn mbaute ist. Herr AK schläft ein. Herr lmd78 bemäkelt die fünf Millimeter, die seinen Kakao vom Tassenrand trennen. Die Herren goncourt sehen alkoholbedingt wie einer aus. Vom Vizeoberboy für den nächsten Tag zum Frühstück geladen. Trinke Kamillentee, der wärmt. Nach Kamillentee dann doch müde geworden, mit Taxi nach Hause.

Sonntags dem weblogexternen Anlaß entsprechend mit Klemperers “LTI” ein Rosmarinbad genommen, dazu Kaffee getrunken und Kekse gegessen. Für Sekt-auf-Eis-plus-Whiskey-Exzeß erstaunlich unbeeinträchtigt. Das seit November fast konsequent gepflogene Alkohol- und Koffeinreduktionsprogramm bei gleichzeitigem Kreislaufaufbau durch Schwimmen und Kraftaufbau durch McSchweiß trägt Früchte, anders ist die mangelnde Verkaterung nicht zu erklären. Malo schickt eines seiner 150 monatlichen Gratis-SMS, ob ich dann auch zum Vizeoberboy zum Frühstücken käme. Ich fahre zum Vizeoberboy zum Frühstücken. S-Bahnhof Alexanderplatz voll mit dicklich bepanzerten Grünpolizisten, sehen aus, als hätten sie diese Sumoringer-Schaumstoffanzüge unter der Uniform. Ich denke “wehrhafte Demokratie”, lache laut auf, und weiß nicht, warum.

Beim Vizeoberboy die Boygroup, präsidiert von Oberboy Malo. Großartige Frühstücksverpflegung. Tupperwarepartyartige Designkatalogdurchblätterung nebst Bibelreiterdiskurs. Die Jugend (smaetje) ist unverschämt energiegeladen. Es gibt Sekt. Malo, Herr b. und ich treten den Rückweg an, etwas melancholisch. Merkwürdig, dass dieses Webloggerhinundhertreffen nun ein Ende haben soll. Die Sonne scheint, es ist aber immer noch saukalt. Die S-Bahn lässt aufgrund unbekannter Unregelmäßigkeiten lange auf sich warten. Am Alexanderplatz stehen Polizeigefährte verschiedenster Art en masse. Zu Hause werfe ich die Waschmaschine an, trinke etwas Whiskey und beherzige Herrn Rs und des Vizeoberboys Empfehlung von Gnome. Sie haben recht, KDE stinkt im Vergleich wirklich ab.

Die Wäsche ist fertig.


Sie sind zu meinem Kuchen nicht durchgedrungen? Schade. Dann haben Sie wohl auch den von Frau Modeste verpaßt, der war nun wirklich lecker.

kid37 (May 9, 18:41) #


Es war jedenfalls sehr schön, alkoholbedingt Sie neben Ihrer Schwester sitzen sehen zu dürfen.

goncourt (May 9, 18:55) #


das war mit abstand das beste was ich zu diesem weblogger-treffen gelesen habe. vielen dank. vor allem für die farfalle.

alex (May 9, 20:03) #


jetzt haben Sie doch tatsächlich die ganze zeit, die ich <i>webloghorizonterweiterungsfaules a.</i> fürs abendliche webloglesen veranschlage verbraucht. die wennskindimbettistzeitfürmichzeit ist schliesslich knapp.
dazwischen aufgewachtes kind nochmal in den schlaf gestillt und mir nudeln gekocht.
aber jetzt weiss ich alles.

godany (May 9, 20:30) #


Die Jugend. :-) Vielen Dank, habe das ähnlich empfunden. Wäre Sonntag gern noch länger geblieben.

sma (May 9, 22:14) #


Im Swap deine CD Compilation bekommen: vielen Dank!

wasweissich (May 10, 07:57) #


"Glaubst Du, irgendjemand von diesen Leuten braucht wirklich Weblogs?" - gerade sehr herzlich gelacht, wahrscheinlich wegen ertapptfühlens oder so.
und: danke für die zusammenfassung. (kam gerade erst nach hause und muss mich schnell akklimatisieren)

das wohnzimmer (May 10, 09:45) #


dankedanke für den allerzutreffendsten bericht. und mit über vierzig bei dir noch immer boy sein zu dürfen, das ist unbezahlbar. ich werde dir noch weitere kamillentees bei arschcoolen berliner szeneobern bestellen. übrigens bin ich noch nie so langsam gelaufen wie von parkas haus zum s-bahnhof. man wollte einfach alles noch weiter rauszögern.

smal (May 10, 12:50) #


Endlich mal jemand der aufrichtig hasst.

DonDahlmann (May 10, 13:18) #


Mich, ich meine natürlich mich aufrichtig hasst.

DonDahlmann (May 10, 13:19) #


wg. lesen, vorschlag fürs nächste mal, da würde ich sehr gern wieder lesen, aber nur, wenn Sie die passenden AdSense-Täfelchen dazu jeweils hochhalten und Herr ix dazu ein Flashfilmchen ausdrucks-tanzt. Bittebitte!

roland (May 10, 15:56) #


nur der wahre egomane verwechselt lässiges genervtsein mit konzentriertem haß.

katatonik (May 10, 18:04) #


War das jetzt ein Witz, Don? Keiner hasst Dich hier. Echt.

gHack (May 10, 19:41) #


Natürlich war das ein Witz. Ich hab bei der Passage gelacht und finde es schade, dass wir uns da nicht über den Weg gelaufen sind. Man sollte diese Großveranstaltungen meiden und nur in so kleinen Kreisen was machen, wie am Freitag Abend mit Praschl, Stattkatze etc.

DonDahlmann (May 10, 22:49) #


Stimmt. Na, im Internetz weiss man ja nie. Da geht man lieber sicher.

gHack (May 11, 14:00) #


Danke sehr, wirklich. Wäre schon gerne da gewesen.

knoerer (May 13, 16:48) #


endlich mal ein paar halbwegs böse worte, ich dachte schon, ihr wart im teletubbie-land. danke!

quimbo (May 17, 18:39) #

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